Die Länderzeit im Deutschlandfunk am 30.11.2016: Sind bald nur noch Elektro-Autos zugelassen? Die Diskussion über blaue Plaketten und das Ende des Verbrennungsmotors

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Die Blaue Umweltplakette, die Dieselfahrzeugen zukünftig die Einfahrt in ausgewiesene Umweltzonen verbieten soll, gilt als einer der wichtigsten und streitbarsten Maßnahmen, um zukünftig die Schadstoffbelastung in Städten  zu begrenzen. Für sie macht sich u.a. die Landesregierung von Baden-Württemberg stark. Doch erst vor kurzem hat die Verkehrsministerkonferenz diesen Vorstoß mehrheitlich abgelehnt.

Einen anderen Weg befürworten Bundesländer wie beispielsweise Niedersachsen. Das ebenso von der Automobilindustrie geprägte Land hat gerade einem Beschluss des Bundesrates zugestimmt, der ab 2030 nur noch die Zulassung emissionsfreier PKW befürwortet. Das würde schon in 14 Jahren das Ende der mit Benzin oder Diesel betriebenen Verbrennungsmotoren bedeuten.

Die Autoindustrie warnt vor gravierenden Folgen für die Automobilindustrie und den deutschen Arbeitsmarkt, sollten Bund und Länder über Verbotsstrategien in die Entwicklung der Automobiltechnologien eingreifen. Befürworter politischer Maßnahmen halten dagegen, dass die deutsche Automobilindustrie die Trendwende zu emissionsfreien Antrieben verschläft und erwarten von der Politik eine deutliche Unterstützung alternativer Mobilitätskonzepte und schadstofffreier Verkehrsmittel.

Welche Rolle können die Bundesländer beim Umsteuern in Richtung Elektromobilität spielen? Und wie werden ihre politischen Signale für ein emissionsfreies Fahren bewertet?

Als Gäste eingeladen sind:

Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe

Dr. Kay Lindemann, Geschäftsführer des Verbands der Automobilindustrie

Stefan Wittke, Sprecher des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

 

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