Lebenszeit von 10.10 bis 11.30 Uhr : Leben in Armut. Was bedeutet das in Deutschland? Eine Sendung von Judith Grümmer und Michael Roehl (Mod.)

Menschen, die in Armut leben, sind von vielem ausgeschlossen, was für die Meisten in Deutschland ganz normal ist: geregelte Arbeitszeiten und gute Bildungschancen für die Kinder, ausreichend Wohnraum, gesundes Essen, Ausgehen mit Freunden, mal ein Kinobesuch, in Urlaub fahren – oder jetzt vor Weihnachten ein paar schöne Geschenke kaufen.

Als besonders armutsgefährdet gelten u.a. Familien mit drei und mehr Kindern und Alleinerziehende. Fehlende Chancengleichheit im Bereich Bildung, geringere Förderung und häufigere Erkrankungen sind nur einige der Folgen, wenn Familien längerfristig in Armut leben, zeigen Studien der Armutsforschung. Und so wird Armut erblich und zieht sich mitunter durch ganze Lebens- und Familiengeschichten: Denn aus der Armut auszusteigen, gilt unter Experten hierzulande als extrem schwierig. Wer nie ausreichend verdient, der kann weder seine Kinder fördern noch für das eigene Alter vorsorgen.

Tag für Tag in Armut leben – was bedeutet das in einem so reichen Land wie Deutschland?

Rufen Sie an, wie immer kostenfrei unter 00800 44 64 44 64 oder schicken Sie eine E-Mail an: lebenszeit@deutschlandfunk.de

Unsere Studiogäste sind:

Prof. Dr. Georg Cremer, Armutsexperte, Universität Freiburg

Susanna Kovács, Sozialpädagogin und Leiterin des Kinderkreativzentrum Krokoseum Franckesche Stiftungen in Halle

Erika Biehn, Bundesvorsitzende des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter e.V., Essen

Karin, ehemalige Entwicklungshelferin und Teilnehmerin an der Nationalen Armutskonferenz, Bonn

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