Länderzeit am 1. März 2017, 10.10 Uhr bis 11.30 Uhr: Vom Flüchtlingsthema überlagert. Braucht Deutschland ein Einwanderungsgesetz? Eine Sendung von Michael Roehl (Mod.) und Judith Grümmer

Seit 2005 regelt das sogenannte Zuwanderungsgesetz den Zuzug nach Deutschland. Aus Sicht seiner Kritiker ein Bürokratiemonster, das möglichst schnell durch ein transparentes Einwanderungsgesetz ersetzt werden sollte. Wie aber müsste ein transparentes Einwanderungsgesetz aussehen?

Doch die Herausforderungen der Flüchtlingsaufnahme haben eine gesetzliche Neuregelung in weite Ferne rücken lassen. So lehnte die bayerische Landesregierung im Spätsommer 2016 ein Einwanderungsgesetz mit dem Hinweis ab, das sei das „völlig falsche Signal“ in der Flüchtlingskrise.

Doch angesichts des wachsenden Arbeitskräftemangels dringen Vertreter der Wirtschaft weiter auf eine qualifizierte Zuwanderung, organisiert durch ein modernes Einwanderungsgesetz. Denn ohne qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland ist aus ihrer Sicht auch der Wohlstand in Deutschland in Gefahr.

Warum gelten die bisherigen Regelungen als zu kompliziert? Wieviel Zuwanderung benötigen wir in Deutschland, um unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten? Können hier nicht auch Flüchtlinge einen entscheidenden Beitrag leisten?

Gesprächsgäste:

  • Serap Güler, CDU-Landtagsabgeordnete in NRW, integrationspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion
  • Diana Lehmann, SPD-Landtagsabgeordnete in Thüringen, arbeitsmarkt- und migrationspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion
  • Prof. Henrik Müller, Lehrstuhl für wirtschaftspolitischen Journalismus an der TU Dortmund
  • Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks

 

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