In den Bundesländer soll die Herkunftskorschung verstärkt werden. Eine Sendung von Judith Grümmer und Michael Roehl (Moderation)

Zum Nachhören

Der Fall Gurlitt hat das Thema wieder in die Öffentlichkeit gebracht: Im Frühjahr 2012 hatte die Augsburger Staatsanwaltschaft in der Wohnung von Cornelius Gurlitt Kunstwerke entdeckt, die schnell in den Verdacht gerieten, Nazi-Raubkunst zu sein.

Eine Entdeckung, die für Furore sorgte: Denn die Medien wiesen in ihrer Berichterstattung darauf hin, dass auch in deutschen Museen immer noch zahlreiche Kunstwerke vermutet werden, die den im Dritten Reich verfolgten und ermordeten Juden gehörten. Geraubt, erpresst, enteignet – oder vermeintlich treuen Händen zur Obhut anvertraut: Die Wege, wie sich z.B. staatliche Stellen, Kunsthändler und Sammler zu Unrecht in den Besitz der Raubkunst gebracht haben, sind vielfältig.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ist eine gründliche Herkunftsforschung jahrzehntelang versäumt worden. Viel zu lange – so Kritiker – haben nicht nur private Sammler und Händler, sondern auch Bund und Länder den Bestand ihrer Museen nicht kritisch in den Blick genommen oder gar die Suche nach den rechtmäßigen Eigentümern verschleppt. Nun soll die Herkunftsforschung – angesichts der jüngsten Debatte – gebündelt und verstärkt werden.

Wird den Opfern bzw. den rechtmäßigen Erben nun endlich das zurückgegeben, was ihnen seit Jahrzehnten schon zusteht? Und welche Rolle kann das von Bayern initiierte Gesetz gegen die Verjährung von Raubkunst-Delikten spielen?

Diskutieren Sie mit. Rufen Sie uns an unter der kostenfreien Telefonnr. 00800 44 64 44 64 oder mailen Sie uns unter: laenderzeit@deutschlandfunk.de

Gesprächspartner sind:

Dr. Julia Voss, Leiterin des FAZ Kunstressorts

Prof. Julius Hans Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrum
für europäisch-jüdische Studien e. V.

Prof. Dr. Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Dorothea Kathmann, Justiziarin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin

Prof. Dr. Bausback, Bayerischer Staatsminister der Justiz

 

 

 

 

 

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