Hören Sie am 18.11.2012 um 00.05 Uhr am DeutschlandRadio Kultur und um 23.05 Uhr im Deutschlandfunk:

Auf fremden Wurzeln wachsen. Eine Lange Nacht über Adoptionen.

Von Doris Arp und Judith Grümmer (Moderation).

Im Dämmerlicht zwischen Wachen und Schlafen träumen sich Kinder gerne in ihr Land der Ferne. Vermutlich hat sich so ziemlich jeder schon einmal in eine andere, fremde Familie hinein fantasiert. 

Was wäre, wenn ich in einer ganz anderen Familie aufwachsen würde, wenn meine Eltern gar nicht meine Eltern sind? Ein faszinierendes Fantasiespiel. Es verliert an Reiz, wenn es Realität ist. Dann stellen sich schwierigere Fragen: Woher komme ich, was und wer sind meine Wurzeln? Und warum überhaupt? Wieso bin ich hier und nicht dort? Die scheinbar natürliche Gesetzmäßigkeit vom Hineingeboren werden in die leibliche Familie ist für Adoptivkinder außer Kraft gesetzt. An ihre Stelle tritt die Lebens-Lotterie: Adoptierte sind dem Zufall ausgeliefert. Das stellt sie oft im Heranwachsen, im Finden der eigenen Identität vor erhebliche Herausforderungen. Denn adoptierte Kinder, annehmende Eltern und abgebende Mütter können diese existenzielle Entscheidung als lebenslange Kränkung erleben. Oder als fast unglaubliches Glück und Chance auf ein Leben in gegenseitiger Liebe und Geborgenheit. Mit Gitta Liese, Irmela Wiemann und Wolfgang Meincke.

Mehr: auf den Websites der Langen Nacht in DeutschlandRadio Kultur und im Deutschlandfunk.

 

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