„Lebenszeit“ im Deutschlandfunk am 21. November 2014:  „Lebensspuren. Was bleibt von mir nach meinem Tod?“ Eine Sendung von Judith Grümmer und Andreas Stopp (Mod.)

Unser Leben hat seinen Anfang mit unserer Geburt. Und unser Leben hat ein Ende: den Tod. Persönlich fragen sich die Meisten, was wohl für uns danach kommt. Genauso wichtig aber sind die Gedanken darüber, was von jedem einzelnen von uns nach seinem Sterben auf der Welt zurückbleibt.

Wie gestaltet der Mensch sein Leben so, dass vielleicht ein paar Lebensspuren für die Nachwelt erhalten bleiben? Als Vorbild. Als Gewinn. Als Glücksmoment. Als Erinnerung für die Lebenden. Aber auch diese Frage müssen wir uns stellen: Wollen wir überhaupt Spuren hinterlassen?

Vielleicht als ein Erbe, das nachwirkt? Eine Lebensspur, die anderen als Orientierung dienen kann – oder aber als Fußstapfen, die mitunter zum Verzweifeln übergroß ist. Vielleicht bleibt die Liebe, die man zu Lebzeiten schenken konnte? Oder der Hass und die Zwietracht, mit denen man sich selbst und anderen das Leben schwer gemacht hat?

Was bleibt von einem Menschen, wenn er verstorben ist? Nur Asche und ein paar verwehende Erinnerungen? Künstler können ein paar Bilder hinterlassen, Melodien, Romane, Werke und Dramen. Andere verewigen sich in Monumenten, in Stiftungen, in Erfindungen. Oder ihr Geist bleibt unvergessen dank der Liebe und Verantwortung, die sie ihren Mitmenschen weiter gaben: als Eltern, Lehrmeister, Vorbilder. Oder als Kriegsherren. Was bleibt im Guten wie im Bösen? Was bleibt von mir nach meinem Tode? Welche Lebensspuren hinterlassen wir im Diesseits?

Die Lebenszeit fragt nach Ihren ganz persönlichen Gedanken und Lebensantworten.

Im Gespräch mit:

  • Prof. Dr. Saskia Wendel, Theologin und Philosophin, Köln
  • Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl, Psychologe und Direktor des Sigmund-Freud-Instituts, Frankfurt
  • Hanna Roth, Bestatterin und Trauerbegleiterin, Köln

 

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