Die Lebenszeit im Deutschlandfunk vom 17.10.2014 : Plötzlich ist alles anders. Wie umgehen mit der Diagnose Krebs? – Eine Sendung von Judith Grümmer und Michael Roehl (Mod.)

Sie kommt als Blitz aus heiterem Himmel. Oder als schleichende Angst, die dann plötzlich zur lähmenden Gewissheit wird. Die Diagnose Krebs zerstört von einem Tag auf den anderen den Lebensalltag eines jeden Patienten. Es ist schwer, mit den Konsequenzen dieser Gewissheit umzugehen.

Denn die Krebserkrankung droht nicht nur, dem Patienten die Kontrolle über sein Leben zu entreißen. Sie ist eine Art Familienkrankheit, die auch Angehörige extrem belastet.

Wie reagieren Menschen in dem Augenblick, in dem sie durch die Diagnose  aus ihrer Lebenswirklichkeit gerissen werden? Welche langfristigen Folgen hat eine Krebserkrankung selbst dann, wenn die Therapie erfolgreich verlaufen ist?

Auch Jahre nach einer erfolgreich abgeschlossenen Behandlung leiden viele Menschen noch immer unter den Folgen ihrer Erkrankung. Sie erleben sich als kraftlos und erschöpft, haben Depressionen oder leiden unter den Folgen schwerwiegender Operationen. Viele trauen sich nicht zu, nach der Behandlung ins Arbeitsleben zurückzukehren oder sie ziehen sich immer weiter aus Partnerschaft und Familienleben zurück. Für manche Patienten wird die Diagnose auch zur wirtschaftlichen Existenzbedrohung.

Plötzlich ist alles anders. Doch es gibt Wege, mit der Diagnose Krebs so umzugehen, dass der Alltag auch weiterhin lebenswert und lebendig bleiben kann.

Mit:

  • Dr. Pia Heußner, Leiterin der Psycho-Onkologie am Klinikum der Universität München – Großhadern
  • Martin Wickert, Leiter der Psychosozialen Krebsberatungsstelle am Universitätsklinikum Tübingen
  • Christine Lamczick, Leiterin der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Paderborn
  • Ralf Rambach, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Leukämie-Lymphom-Hilfe
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