Deutschlandfunk, „Länderzeit“ am 3. Dezember 2914: Die unerkannte Chance? Flüchtlinge in Deutschland. Eine Sendung von Judith Grümmer und Michael Roehl (Mod.)

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„Die aktuelle Einwanderungswelle bietet eine Jahrhundertchance“, betonte unlängst  der Wirtschaftsjournalist Henrik Müller. Und tatsächlich mehren sich die Stimmen derer, die der Sorge von zu großen Belastungen unserer Sozialsysteme widersprechen. „Es lohnt sich, dass Wirtschaft und Politik gemeinsam prüfen, wie man Flüchtlingen Ausbildungsperspektiven in Deutschland ermöglichen kann“, so äußerte sich etwa der Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg.

Tatsächlich wächst die Erkenntnis, dass es mehr als ein humanitäres Bekenntnis ist, Flüchtlinge willkommen zu heißen und sie darin zu unterstützen, sich so schnell wie möglich von Sozialleistungen unabhängig zu machen. Denn unter den Flüchtlingen sind viele talentierte junge Menschen und erfahrene hochqualifizierte Fachkräfte, deren Potenzial  die deutsche Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung nicht ungenutzt lassen möchte.

Nach neuesten Erkenntnissen zahlen Migranten schon jetzt deutlich mehr Steuern und Sozialabgaben als sie an staatlichen Leistungen erhalten. Warum also nicht die Flüchtlinge durch Sprachkurse, Berufsausbildungen, Weiterbildungsmaßnahmen und Universitäts-stipendien so gut wie möglich stärken und integrieren?

Gesprächspartner:

Andreas Richter, Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart

Prof. Dr. Henrik Müller, Lehrstuhl Wirtschaftspolitischer Journalismus, TU Dortmund

Moussa Dieng, Leiter des Übergangswohnheims Ludwig-Quidde-Straße in Bremen    

Frau Yasemin Karakaşoğlu, Professorin für Interkulturelle Bildung und Konrektorin für Interkulturalität und Internationalität der Uni Bremen

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