Lebenszeit am 23.3.2012 im Deutschlandfunk – von Adalbert Siniawski und Judith Grümmer (Moderation)

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Glaubt man Umfragen, dann gilt Altkanzler Helmut Schmidt mit seinen 93 Jahren als das größte Vorbild in Deutschland, gefolgt von TV-Moderator Günther Jauch und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Doch gerade der Politik, so scheint es, gehen die Vorbilder aus.

Auch Konzernlenker stehen seit der Finanzkrise in einem schiefen Licht. Viele Menschen orientieren sich stattdessen an den eigenen Eltern oder an Bekannten, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie sind so etwas wie die Alltagshelden von heute.

Helden beweisen Mut, Risiko- und Einsatzbereitschaft, wo andere lieber zurückstecken. Manchmal entpuppen sie sich als falsche Vorbilder. Welche fatalen Folgen eine übersteigerte Heldenverehrung hat, zeigt der Blick in die Geschichtsbücher.

Waren es früher Persönlichkeiten wie Albert Schweizer, Nelson Mandela oder Mutter Theresa, so scheinen es heute oft Idole der Popkultur zu sein, die gerade junge Menschen prägen und ihnen Orientierung geben: Schauspieler, Models und Musiker. Castingshows machen aus Normalbürgern neue Stars und lassen sie genauso schnell verglühen.

Was macht ein Vorbild eigentlich aus? Welche Helden und Idole faszinieren uns und leiten uns mit ihrer Strahlkraft ein Leben lang? Ob und warum wir Vorbilder, Helden und Idole brauchen, darüber möchten wir mit Ihnen diskutieren.

Unsere Studiogäste sind:

  • Dieter Wellershoff, mehrfach ausgezeichneter Schriftsteller
  • Prof. Dr. Thomas Macho, Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Lien Herzog, Mitarbeiterin der Jugendzeitschrift Spiesser
  • Michy Reinke, Popmusiker, Betreiber des Labels Rintintin Musik und Veranstalter der Konzertreihe „Lausch Lounge“

 

 

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